Boot auswintern: Endlich geht die Segelsaison wieder los

Jetzt gab es lange keinen neuen Blogeintrag. Zu sehr waren wir beruflich beschäftigt. Wir haben jetzt fast täglich seit Jahresbeginn durchgearbeitet.

Seit Mittwochnachmittag bin ich nun aber endlich wieder am Boot – alles ok auf unserer Nambawan! Nachdem es angenehm warm und sonnig war, habe ich gleich zu Beginn die Winterplane entfernt, die Wassertanks gereinigt und gefüllt. Am Abend gab es dann eine gute Pizza in der nahegelegenen Pizzeria. Danach hab ich noch das Bord-Wlan aktiviert – nach so vielen Monaten intensiven Arbeitens ist man auch süchtig nach Internet…

Am Donnerstag wurde dann das Boot innen gereinigt, die auf der Tullner Messe neu erstandenen Matratzenunterlagen für die Heckkabinen zugeschnitten, die Genua vom Segelmacher geholt (es war der UV-Schutz zum nachnähen), ein Termin mit dem Yanmar-Mechaniker für das Motorservice ausgemacht, ein Bord-Basiseinkauf durchgeführt, ein System-Check durchgeführt (Ölstand und Getriebeölstand kontrolliert), Motor Testlauf, Schraube Vor- Rückwerts getestet etc. Am Abend war ich dann mit Gabi, meiner Stegnachbarin in der Stadt essen und danach noch auf ein paar Drinks bei Thommi in der neu übernommenen Bar Italia. Ziemlich lang hat es gedauert, war aber sehr lustig ;-)

Am Freitag war dann noch das Deck und Cockpit zu reinigen, das Segel anzuchlagen, das Dingy zu reinigen und aufzublasen, die Fender zu reinigen. Dann noch die Kojen der am Abend anzureisenden Prüflinge und des Prüfers zu überziehen, den Bordeinkauf für unseren Ostertörn durchzuführen und noch viele weitere Kleinigkeiten…

Um ca. 20.00 Uhr sind dann Norbert und Stefan angereist, die am Samstag die FB 3 Prüfung auf unserer Nambawan ablegen werden. Der Prüfer, Bernhard Propper (Präsident vom Österreichischen Hochseeverband) sollte auch noch in der Nacht anreisen. So jetzt gehen wir Abendessen und danach hole ich noch Monika vom Flughafen Venedig ab…

Best Blog Award im Bereich Segeln

“Best Blog Award” – so heißt das virtuelle Blog-Stöckchen, das ich vor kurzem erhalten habe. Mein Blogger-Vorbild Timo, aka Bruder Leichtfuß hat es mir zugeworfen.

Er hat mich vor einigen Monaten mal übers Segeln interviewt und bloggt sehr intensiv über seine Reiseabenteuer. Seit seinem etwas außergewöhnlichem Segeltörn per Anhalter über den Atlantik verfolge ich seine Aktivitäten regelmäßig.

Wie funktioniert so ein „Best Blog Award“?
Ein virtuelles „Blog-Stöckchen“ wird an mehrere befreundete Blogger weitergegeben. Dabei beantwortet man die 11 gestellten Fragen und stellt im Anschluss weitere 11 Fragen und schickt das virtuelle Stöckchen weiter auf seine Reise.

Beim Veröffentlichen seines Blogbeitrages setzt man einen Link auf denjenigen, der das Stöckchen geworfen hat und an die weiteren befreundeten Blogger, die meine 11 kreierten Fragen im Anschluss beantworten werden. Somit lernen die Blog-Leser neue, lesenswerte Reiseblogs kennen.

Dies sind die 11 Fragen an mich:
1. Was würdest du tun, wenn Geld keine Rolle spielen würde?
Ich würde sofort mit unserer SY Nambawan für unbestimmte Zeit ablegen und entlegene Gebiete der Welt bereisen und Euch zuhause über unseren Segelblog auf dem Laufenden halten.

2. Welche Erfindung wünscht du dir?
Eine weltweit stabile Internetverbindung an Bord unserer Segelyacht mit hoher Bandbreite für komfortables Surfen und Arbeiten. Aber ohne teure Roaming-Gebühren und dem ständigen Wechseln der SIM-Karte nach jedem Grenzübertritt.
markus-mobiles-office

3. Was war dein größtes Abenteuer bis jetzt?
Es gibt kein spezielles, das ich als größtes Abenteuer bezeichnen möchte. Aber alle meine großen Abenteuer spielten sich bislang in der Natur oder im Job ab.

Als Jugendlicher beim Felsklettern und Surfen. Später beim Trampen durch entlegene Gebiete in Europa, Asien, Afrika, Amerika oder Australien. Und jetzt beim Segeln…Segelabenteuer

4. Worauf kannst du verzichten?
Wir leben sehr genügsam ohne TV und anderen Gadgets und können auf fast alles, außer auf Abenteuer-Reisen verzichten, die wir am liebsten mit unserem eigenen Segelboot autark machen!
nambawan-im-morgenlicht

6. Schlafen: Camping, Couchsurfing oder Hotel?
Eindeutig Hotel von den drei Möglichkeiten. Nachdem ich derzeit fast nur mit dem Schiff verreise und dann natürlich auch am Schiff nächtige, kommt Camping oder Couchsurfing derzeit für mich nicht in Frage. Ich möchte mir derzeit auch gar keine zusätzliche Campingausrüstung zulegen.

Couchsurfing hab ich noch nie ausprobiert, glaube aber, dass mir für meine Aufgabenstellung (wenn dann großteils beruflich) ein Hotelzimmer komfortabler erscheint.

7. Transport: Segelboot, per Anhalter oder zu Fuß?
Welch Frage, eindeutig Segelboot ;-)
Gehört zwar statistisch gesehen zu den langsamsten und ungemütlichsten Fortbewegungsmitteln der Neuzeit. Aber für uns gehört das Segeln zur schönsten Reise- und Lebensform! Hier z.B. gemütliches cruisen unter Wingaker…
unter-wingaker-segeln

8. Welche Sportart würdest du gerne mal ausprobieren?
Ich habe gerade zu Jahreswechsel eine neue Sportart ausprobiert und zwar Tandem-Speed-Flying. Das war ein enorm geiles Erlebnis mit viel Adrenalinausstoß! Kann ich jedem nur empfehlen. Hier eine kurze Frequenz vom Startvorgang.

9. Was würdest du tun, wenn du vor nichts Angst hättest?
Wahrscheinlich zu wilde und lebensgefährliche Sachen ;-)

Ich bin froh, dass ich meine Möglichkeiten bzw. Fähigkeiten realistisch einschätzen kann und dadurch sicher und bodenständig durch den Alltag gehe bzw. segle.

10. Was wolltest du schon immer mal lernen?
Erfolgreich Fischen an Bord. Bis dato war unsere Fischausbeute sehr gering! Das wollen wir aber unbedingt ändern. Mit einer richtigen Schleppangel, Stahlvorfach und den richtigen Ködern wollen wir das in Zukunft in den Griff bekommen. Damit wir bald einmal so schöne große Fische selber fangen…
gegrillter-fisch-unije

Einen Experten zum Thema für eine fachkundige Anleitung suchen wir noch! Wenn wer jemanden kennt, bitte weiterempfehlen. Wir freuen uns auch über Eure Erfahrungen und Buchtipps im Kommentarfeld!

11. Dein Leben wird verfilmt: Wie lautet der Titel?
Ach Timo, mein Leben wird doch nicht verfilmt werden. Mit diesem Thema habe ich mich bis dato gedanklich noch nicht auseinandergesetzt. Sobald die Idee aber Formen annehmen sollte, werde ich das hier ergänzen und dich natürlich darüber informieren…

So das waren nun meine 11 Antworten zu Timos Fragen.

Hier nun meine Fragen zum “Best Blog Award” an die u.a. Langzeitsegler:

  1. Wie wird Deine weitere Segelroute aussehen? Wie viele Jahre kannst/willst Du noch unterwegs sein?
  2. Was hast Du vor danach zu machen?
  3. Welche Gegend hat Dir bisher am besten gefallen und warum?
  4. Welche Kommunikationsmittel verwendest Du an Bord? Ist Amateurfunk Deiner Meinung nach noch zeitgemäß/notwendig?
  5. Welche Energiequellen hast Du im Einsatz? (Solarpaneele, Windgenerator, Schleppgenerator, etc. inklusive Leistungsangabe)
  6. Macht ein Water-Maker Deiner Meinung nach auf der Barfußroute Sinn? Worauf muss man beim Kauf bzw. Einbau achten?
  7. Welches Segelmaterial empfiehlst Du für eine Blauwasseryacht für Großsegel und Genua? Welche zusätzliche Segelgarderobe ist Deiner Meinung nach notwendig/wichtig?
  8. Macht der Einbau eines Fäkalientanks Deiner Meinung nach Sinn? In der Türkei z.B. ist so ein Tank schon Pflicht. Wie schaut es laut Deiner Erfahrung in anderen Ländern aus?
  9. Welche Versicherung hast Du für Dich und Dein Boot? Was ist da alles mit abgedeckt? Ungefähre Kosten?
  10. Welche wichtigen Tipps kannst Du Newcomern in der Blauwasserszene mitgeben?
  11. Welche Segelliteratur kannst Du empfehlen?

Ich freue mich auf Antworten von diesen Langzeitseglern:

  • Sabine & Hannes, auf Langfahrt seit 2007 auf Ihrer SY-CAYENNE
  • Christine & Hannes, seit 2008 unterwegs (vorher Cat Pukuri, jetzt Optimist)
  • Klaus, Anita, Helena & Kolja, seit 2009 auf Fahrt mit Ihrem Cat PACIFIC HIGH
  • Babsi & Christoph, unterwegs seit 2010 auf Ihrer stählernen SY-Taurus
  • Belinda & David sind seit 2011 auf Blauwassertour auf Ihrer SY-Admetus
  • Habe noch ein paar weitere Anfragen versendet und warte auf Antwort – hoffe, dass noch ein paar weitere Langzeitsegler zusagen!

Viel Spaß mit dem Blogstöckchen! Bin schon gespannt auf Eure Antworten!

Recap: ISAF Sicherheitstraining in Wiener Neustadt

Die letzten zwei Tage haben wir das ISAF Sicherheitstraining in Wiener Neustadt unter der Leitung von Heinz Ressl von sea-man-ship austria absolviert. Veranstalter war Andreas Hanakamp von segelwelt.at. Theoretische und praktische Einheiten wechselten sich kurzweilig ab. Hier ein Auszug vom ISAF (International Sailing Federation) Sicherheitstraining…

Sicherheitsaspekte
Das gesamte Standardequipment an Bord wurde durchgegangen. Das Steuern mit Notpinne wollen wir nächstes Jahr mal in der Praxis an unserer Nambawan austesten und ggf. die Notpinne optimieren. Auch eine Bergeschlaufe zum Abbergen über Bord gegangener Crewmitglieder wollen wir ergänzen. D.h. unsere To-Do-Liste wird schon wieder länger!

Schäden an Bord inklusive Lösungsvorschläge
Themen wie Ruderbruch, Ruderverlust, Mastbruch, Bau eines Notriggs, Wassereinbruch, Strandung, Kielverlust etc. wurden im Detail inklusive “Was mache ich, wenn mir so etwas passiert” besprochen.
isaf-segeln-theorie

Im Rahmen der praktischen Übungen wurde auch eine Want gekappt – das ist eine harte Arbeit! Daher wichtig, dass man einen geeigenten und robusten Wantenschneider mit an Bord hat.
wanten-schneiden

Schwerwetter
Nach dem Motto “Schäden vermeiden und Risiken minimieren” wurde auf die Vorbereitungsmaßnahmen inklusive Wetterbeobachtung und  Creweinweisung eingegangen. Welche Möglichkeiten haben wir? Welche Strategie verfolge ich? Alternative – Plan B zurechtlegen etc. Handling und Möglichkeiten während des Schwerwetters… Ein richtiges Sturmsegel aus schwerem Tuch werden wir uns da auch noch zulegen, um für den Ernstfall bestmöglich gerüstet zu sein.

MOB (Mann-über-Bord) Manöver
Ein wichtiger Teil des ISAF Approved Offshore Personal Survival Trainings Course ist das Thema MOB, selten auch die geschlechtsneutrale Version “Mensch-über-Bord-Manöver” oder “Person-über-Bord-Manöver” genannt. Wesentlich dabei sind die Vorbeugungsmaßnahmen wie Strecktaue am Deck sinnvoll anbringen und das Tragen der Rettungsweste inklusive Harness und Einpicken bzw. Einhaken in das Strecktau.

Wenn es aber doch einmal passieren sollte (großteils passiert es beim Pinkeln über die Reling) wurde die Vorgangsweise beim MOB-Alarm bzw. die möglichen MOB-Manöver durchgegangen. Wie sich die Rettungsweste im aufgeblasenen Zustand anfühlt wurde in der Praxis getestet.

Zuerst ist es immer wichtig, dass die Rettungsweste ordentlich angepasst wird – dann ab ins Wasser!
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Hier nun Monika mit ihrer Offshore Automatikweste 275 N. Der hohe Auftrieb dieser Rettungsweste dreht den Körper automatisch in eine ohnmachtssichere Schwimmlage…
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Wenn man nicht bewusstlos ist, lässt man dann Luft aus der Weste aus, damit man einen besseren Überblick im Wasser hat und handlungsfähiger ist. Anmerkung: Standard-Rettungswesten haben einen Auftrieb von 150 N.

Bei mir dauerte es ca. 10 Sekunden, bis die Automatikweste auslöste. Durch die vielen Luftblasen im Ölzeug, war der Hammar-Auslöser lange Zeit über Wasser und im Trockenen und konnte daher gar nicht auslösen. Sollte einmal der Auslösemechanismus defekt sein, gibt es auch eine Reißleine bzw. ein Mundstück, an dem man die Weste per Mund aufblasen kann.automatik-rettungsweste-test

Wie bekommt man jetzt einen über Bord Gegangenen wieder ins Boot? Bei Flaute und ruhiger See ja kein Problem über die Badeleiter. Bei Sturm und rauher See am besten mit einer Bergeschlaufe (Lifesling), die fix an der Reling montiert ist.
bergeschlaufe-test

Mit so einer Lifesling kann man dann den über Bord Gegangenen komfortabel mit dem Spifall an Bord winschen.

Wenn die gesamte Crew ins Wasser muss um z.B. abgeborgen zu werden bzw. in die Rettungsinsel übersteigt, dann bleibt man zusammen und bildet einen Kreis, damit man keinen verliert…
isaf-sicherheitstraining

Übrigens, abgeborgen wird man von einem Helikopter grundsätzlich aus dem Wasser, um Verletzungen vom Retter und der rettenden Person zu minimieren. (Gefahr der Wanten an Bord etc.)

Richtiger Umgang mit der Rettungsinsel
Wann gehe ich in die Rettungsinsel? In England lernt man dazu in der RYA (Royal Yachting Association) wörtlich, “Always step up in your life raft!”. D.h. das eigene Boot wirklich erst verlassen, wenn es sinkt und keine Chance mehr besteht, es zu retten.

Wenn es soweit ist, schmeißt man die Rettungsinsel ins Wasser und löst “reißt” durch die Reißleine den Aufblasprozess aus. Die Reißleine natürlich fest mit dem Boot verbinden, da einem sonst die Rettungsinsel davon schwimmt!
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Nun kann es vorkommen, dass die Rettungsinsel nach dem Aufblasen kopfüber im Wasser schwimmt. Dann muss man das Liferaft von Hand umdrehen – das ist gar nicht so einfach…
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Wenn es die Zeit zulässt, sollte die Crew über die Bordwand in die Rettungsinsel einsteigen. Dabei lässt man sich relativ flach auf die Insel fallen, damit man das Liferaft nicht beschädigt. Auf keinen Fall einen Kerzensprung in die Insel machen sondern mit den Schienbeinen den “schwarzen Außenwulst” ansteuern und sich mit den Händen  beim Überrollbügel abfedern…
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Natürlich sind wir auch vom Wasser aus in die Rettungsinsel geklettert – ohne die Hilfe eines Zweiten, ganz schön schwer!
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Stickig, feucht und unangenehm ist das Raumklima in einer Rettungsinsel. Also echt nur etwas für den extremen Notfall! Nur wenn das Boot brennt und der Brand nicht mit Bordmitteln gelöscht werden kann oder wenn das Boot sinkt und man es mit Bordmitteln nicht schafft zu lenzen, steigt man in die Rettungsinsel um.

Zum Abschluss dieser Praxisübung sind wir noch mit der aufgeblasenen Schwimmweste unter dem Liferaft durchgetaucht. Auch gar nicht so einfach!
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Nach den überaus wertvollen Praxiserfahrungen im Umgang der Rettungsinsel und der Automatikweste ging es mit Themen wie Hilfeleistung auf See, Unterkühlung und der richtigen Schutzkleidung, Search & Rescue, Wetter – Infos und Bezugsquellen, Erste Hilfe, Überleben auf See, Kommunikation, GMDSS uvm weiter. Die Themen Brandverhütung bzw. Brände löschen und der richtige Umgang mit Pyrotechnik würden nochmals im Detail in Theorie und Praxis durchleuchtet.

Brandverhütung, Brandfälle, Brandtheorie, Brandursachen, Feuerlöscher, Löschdecke
Wir wurden auf das Thema Brand und seine Ursachen sensibilisiert und haben im Anschluss das Löschen eines Brandes in der Praxis angewendet…
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Auch das Löschen eines Ölbrandes mit einer Löschdecke wurde trainiert…
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Wir haben auch den Test gemacht und Wasser ins brennende Öl geleert, was eine enorme Explosion und Ausweitung der Flammen verursacht!
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Mehr Infos zum Fettbrand und seine Auswirkungen findet Ihr hier.

Pyrotechnik
Schwimmfähige Rauchsignalboje mit Reisszünder. Wird im Notfall zur Positionsmarkierung für das Rettungsteam eingesetzt…
rauchsignalboje

Auch der richtige Umgang mit Handfackeln wurde abschließend geübt…
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handfackel-uebung

Mit vielen wertvollen Erfahrungen ging der zweite Ausbildungstag zu Ende. Wir können so ein Sicherheitstraining jedem Segler empfehlen. Es war ein enorm kurzweiliges und praxisorientiertes Training mit netten und sympatischen Teilnehmern.

Heinz Ressl, danke nochmal für dein Engargement als ISAF Sicherheitstraining Instructor und an Nicole Hanakamp fürs Assistieren bei den Praxiseinheiten.

Hier noch ein Video, wie zwei Segler von einem Helikopter abgeborgen werden

Herbsttörn nach Piran

Endlich wieder einmal ausfahren – wenn auch nur für ein paar Tage. Gerold und ich sind gestern Abend bei starkem Regen angereist und haben uns schon auf schlechtes Wetter eingestellt. Dabei hat es heute Morgen gleich aufgerissen und seither lacht die Sonne herunter. Am Vormittag haben wir noch ein Ersatzteil für die Nambawan besorgt und Lebensmittel gebunkert. Um ca. 11:00 Uhr legten wir dann ab.

Gerold beim Steuern aus der Lagune Richtung offenes Meer…
gerold-am-steuer-talbenstrasse

Die Überfahrt nach Piran war gemütlich warm, leider aber ohne Wind, daher mussten wir die gesamte Strecke motoren. In Piran ankerten wir wie gewohnt auf der Nordseite hinter der Kirche auf ca. 8 Meter Wassertiefe. Wir haben dann gleich mal das Dingy startklar gemacht und sind an Land motort.

Hier ein paar Stimmungsbilder von unserem Landausflug in Piran…
piran-hafen
nambawan-in-piran-vor-anker
piran-kirche

Nachdem das Wetter und das Licht gerade so optimal waren, spazierten wir auch noch zur Stadtmauer bzw. Festung hinauf und riskierten den einen Euro Eintritt…
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piran-stadt
piran-stadtmauer
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Danach wieder die engen Gassen hinunter ins Stadtzentrum von Piran…
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Jetzt war es an der Zeit, ein passendes Lokal für einen Sundowner und ein Abendessen zu finden.
piran-hafenstrasse
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Es war nicht sonderlich schwer, ein passendes Lokal an der Strandpromenade zu finden. Fast kitschig war der Sonnenuntergang wieder einmal während dem Abendessen…
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piran-abendrot

Zum zweitägigen ISAF Sicherheitstraining angemeldet

Am Samstag, den 09.11. und Sonntag, den 10.11.2013 veranstaltet Andreas Hanakamp in Wiener Neustadt ein zweitägiges ISAF Sicherheitstraining.
isaf-sicherheitstrainingBild von segelwelt.at: Praxistraining mit aufblasbaren Schwimmwesten im Hallenbad

Es soll ein praktisches und theoretisches Training zur Sicherheit an Bord sein. Der Kurs wird von der International Sailing Federation (ISAF) offiziell zugelassen und zertifiziert und trägt das Siegel “ISAF approved”.

Inhalte des Trainings:

  • Einsatz von Rettungsinsel und Rettungswesten
  • Handhabung mit pyrotechnischen Seenotsignalen
  • Pflege- und Instandhaltung der Sicherheitsausrüstung
  • Crewroutine
  • Mann über Bord – Prävention und Rettung
  • Suche und Rettung – SAR-Methoden und -Organisation
  • Hilfeleistung im Seenotfall
  • Schiffshandling
  • schweres Wetter
  • Sturmsegel
  • Treibanker
  • Brandvermeidung und Brandbekämpfung
  • Einsatz von Feuerlöscher und Löschdecke
  • Leckabwehr
  • Schadenskontrolle und Reparatur
  • Erste Hilfe
  • Herz-Kreislauf – Wiederbelebung und Unterkühlung
  • Kommunikationsausrüstung (UKW; GMDSS)
  • Seenotfunkbaken bzw. EPIRB
  • Wettervorhersagen

Die International Sailing Federation (ISAF) empfiehlt Skippern und Crewmitgliedern ein solches Training alle 5 Jahre zu absolvieren bzw. schreibt sogar vor, dass mindestens 30% der Crew inklusive Skipper, in den 5 Jahren vor einem Start zu einer Regatta der Kategorie 0/1/2 (z.B. Daimler Chrysler North Atlantic Challenge, Fastnet Race, Middle Sea Race) an einem solchen ISAF-zertifizierten Sicherheitstraining teilnehmen müssen.

Weitere Infos und Anmeldemöglichkeit findet Ihr unter segelwelt.at – ISAF Sicherheitstraining.

Hier findet Ihr nun die Bilderdokumentation von userem zweitägigen ISAF Sicherheitstraining in Wiener Neustadt.

Wir finden so ein ISAF Sicherheitstraining sehr wichtig und haben uns schon mal angemeldet. Wer kommt noch mit?

Optimierungen auf der Nambawan durchführen

Nach zwei Wochen intensiver Arbeit, habe ich letzten Freitagnachmittag einige weitere Optimierungsteile fürs Schiff im Bauhaus, bei Maritimo und Ascherl (über eine Spedition) besorgt. Das Auto war wieder einmal voll mit Paketen – fast wie zu Weihnachten ;-)

Am späten Nachmittag geht es dann los Richtung Italy…
weg-nach-italien

Nach der Ankunft in Lignano gabs noch gute Meeresfrüchte Spaghetti im Restaurant der Punta Gabbiani. Danach noch einen Absacker beim Stefano. Dolce Vita!

Am Samstag hab ich dann die gesamten Einkäufe an Bord geschafft. Am schwersten davon war die 150 Ah Batterie mit fast 50 kg. Ich habe dann die letzte Batterie eingebaut. Wir haben nun eine Batteriebank mit 600 Ah (4 x 150 Ah). Danach bastelte ich einen Landstrom-Adapterstecker von 32A auf 16A – so einen Adapter hätten wir in den letzten zwei Saisonen schon gelegentlich benötigt. Nun haben wir endlich auch so ein Teil!

Des weiteren habe ich beim Gianluca, vom Nautica Tecno Team ein paar kleine Niro-Teile zum Optimieren der Gangway und des Biminis bestellt. Dann organisierte ich noch beim Segelmacher Bruno Bernardini von East Wind Sails Fixleinen fürs Dingy für eine Montage achtern am Heck und ein Montagewerkzeug, um fehlende Kugeln beim Grossbaumschlitten zu ergänzen.
schlitten-kugeln-hinzu

Nachdem das Wetter noch wirklich sommerlich war, genoss ich am Nachmittag ein paar Stunden am Pool der Marina und man soll sich ja auch Zeit zum Tratschen mit den netten Stegnachbarn nehmen! Am Abend gab es dann eine gute Pizza in der naheliegender familiengeführten Pizzeria Aprilia Marittima.

Am Sonntagvormittag habe ich dann ein paar Stunden online gearbeitet. Um die MIttagszeit bin ich dann mal nach Lignano Pineta gefahren und hab ein wenig am Strand in der Sonne relaxed und einen Toast gegessen. Nachdem es wieder mal so schön sonnig und warm war, bin ich dann doch wieder retour an unseren Marina-Pool gefahren und sportlich einige Längen geschwommen. Am Abend fuhr ich dann mit Thomas nach Latisana zum Stadtfest. Nachdem er den gesamten Sommer in Lignano lebt, kennt er dort natürlich viele Einheimische und wir verbrachten bei Bier, Wein und Mojito einen lustigen Abend…

Am Montag kam dann wieder einmal Leo Hugl an Bord – unser Bordelektroniker. Wir tauschten dann noch gemeinsam den Solar-Laderegler aus, montierten einen neuen Bilgenschalter, optimierten die Ankerfernbedienung, eine Winsch usw.

Am späten Nachmittag habe ich dann noch die im Sommer neu eingedichteten Rahmen der Fixverglasungen abgeschliffen und anschließend gestrichen. Dann musste ich noch einen Ersatzteil beim Beneteau Händler “Offshore Unimar” in Lignano bestellen, nachdem der Verschlussbolzen auf einer Seite gebrochen war..
verschlussbolzen-gebrochen

Soche Teile zu organisieren, sind immer sehr zeitaufwändig. Zuerst versuchte ich es bei den diversen Segelläden vorort, aber so spezielle Teile hatte leider keiner auf Lager.

Seit Montagmorgen sollte das Wetter auch hier schlecht und regnerisch werden. Bei Sonnenuntergang wurde es dann auch ziemlich windig und jeder glaubte schon auf einen baldigen Regen – der dann aber wieder nicht kam…
gewitter-in-anmarsch

Am Abend war ich dann noch mit Leo gemütlich Pizza essen und fachsimpeln.

Heute Morgen habe ich dann Leo geholfen, den Cat eines Segelfreundes von mir zu entmasten, da vor einigen Monaten der Blitz im Mast so heftig eingeschlagen hatte und dabei die gesamte Elektronik zerstörte, ja sogar die Kabel am Mast abschmorte…
cat-dismasted

War interessant für mich, bei solch einer Arbeit einmal dabei zu sein – habe dabei auch wieder einiges dazu gelernt! Wie man sieht, war das Wetter immer noch ganz sommerlich – am Nachmittag musste ich dann leider zusammenpacken und nach Hause fahren. Ich hoffe, ich kann bald wieder kommen!

Bord WC Pumpe und Schläuche ausgetauscht

Gestern Abend hatten wir noch einen schönen und lustigen Abschiedsabend mit exzellentem Essen im Restaurant der Marina Punta Gabbiani. Heute Morgen ist die gesamte Crew dann ziemlich früh von Bord der Nambawan ausgecheckt und hat den Weg Richtung Österreich per Auto angetreten.

Ich reinigte das Boot im Innen- und Außenbereich und organisierte eine neue JABSKO Bord-WC Pumpe inklusive der dazugehörenden Schläuche und Schlauchklemmen, die ich im Anschluss auch gleich einbaute…
jabsco-wc-pumpe-umruesten

Der große Vorteil der neuen JABSKO Bord-WC Pumpe ist, dass man sie nach Gebrauch absperren kann und man nicht immer die beiden Seeventile schließen muss. Die schließen wir jetzt nur noch bei rauherer See bzw. starker Krängung und natürlich wenn wir das Schiff für längere Zeit verlassen.

Das Austauschen der Schläuche hat den Vorteil, dass es nun am WC neutral riecht. Die alten Schläuche hatten immer einen leicht unangenehmen Geruch verbreitet.

Sch… Arbeit beendet!

Bordelektronik aufrüsten

Heute hat mich Leo Hugl, unser Bordelektriker besucht und mir einiges an neuem elektronischen Spielzeug (sicherheitsrelevante Bauteile) gebracht, das wir natürlich gleich eingebaut haben…

Ein Navtex, Epirb, AIS Transceiver (aktiv und passiv, mit Silent-Mode Funktion), UKW-Funkgerät mit DSC-Empfänger, WLAN-Verstärker und einen mobilen WLAN Hotspot.

Hier ein paar Bilder vom Einbau Chaos an Bord…
elektronik-einbauen

Leo beim Einprogrammieren der MMSI und des Rufzeichens…
leo-programmieren

Wir haben auch ein zusätzliches Kabel vom Naviplatz zum Steuerstand benötigt für das AIS-Signal. Das Einziehen mit der Einzugsfeder war sofort erledigt. Auch angeschlossen war das Kabel innerhalb kürzester Zeit. Trotzdem wurde es uns dunkel und kalt!
kabel-einziehen

Leo hat alles super eingebaut und sogar ein paar alte Kabelführungen im Schaltschrank optimiert.

Alles funktioniert einwandfrei – ich kann euch Leo Hugl echt nur empfehlen! Leo, danke nochmals für die super Arbeit!

Mein Freund und Segelmentor ist an Bord seiner Yacht gestorben

Mein Freund und Wassersport-Mentor Gerhard Reinhardt, ist gestern viel zu früh und völlig überraschend von uns gegangen!

Hasi, der mich mit 14 Jahren beim Kauf meines ersten Surfboards begleitet und beraten hat und mich mit 18 Jahren in die Faszination des Fahrtensegelns eingeführt hat…
Unseren vielen schönen gemeinsamen Törns habe ich es zu verdanken, dass mich der Segelvirus gepackt hat, von dem ich nie wieder loskommen werde.

Letztes Jahr hat er uns beim Kauf unserer SY Nambawan motiviert und extrem hilfreich unterstützt. Bis gestern stand er uns stets mit viel geschätztem Rat und Tat zur Seite in allen seglerischen Belangen…ganz abgesehen von all dem Spaß, den wir all die Jahre hatten.

Hasi, RIP
Wir werden dich nie vergessen und Dich an jedem Segeltag bei uns haben!

Hier noch der Link zur Traueranzeige http://www.aspetos.at/de/traueranzeige/reinhardt_gerhard

 

Amateurfunkprüfung erfolgreich abgelegt

CQ CQ CQ, ich habe heute die Amateurfunkprüfung erfolgreich abgelegt!

Nach vielen Stunden der Vorbereitung auf die Amateurfunkprüfung habe ich heute Vormittag die Prüfung in Wien erfolgreich abgelegt. Yeaaaaaaaaaaa :-)

Jetzt habe ich das Zeugnis der Klasse 1 – CEPT in Händen. Ein befreiendes Gefühl – wieder ein kleiner Meilenstein erledigt! Hier ein Link zu den verschiedenen Lizenzklassen.

Jetzt habe ich hoffentlich bald wieder mehr Zeit, um den Segelblog weiter auszubauen. An den Ideen dazu würde es ja nicht scheitern – leider ist die nötige Zeit sehr begrenzt…

So jetzt wird noch ein wenig gefeiert – bis bald,

Markus