Segeln Ägäis

Kythera: Inselrundfahrt mit dem Motorroller

Erst gestern Abend hatten wir spontan die Inselerkundung Kytheras beschlossen, und es hat sich mehr als gelohnt, wie ihr auf den nachfolgenden Bildern sehen könnt. Der Entleih- und Rückgabevorgang verlief wie gewohnt hier in Griechenland recht unkompliziert.

Los geht die Kythera Inselrundfahrt mit einem nagelneuen 250 ccm Motorroller

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Von Agia Pelagia aus fuhren wir zuerst die Bergstraße hinauf ins Inselinnere nach Potamos und danach weiter Richtung Süden. Bei dem wenigen Verkehr machte das Biken besonders Spaß! Durch die Griechenland-Finanzkrise merkt man deutlich, dass weniger Einheimische mit ihren Fahrzeugen unterwegs sind. Jede Fahrt wird gründlich überlegt – bei den hohen Spritpreisen und den unsicheren Einkommen kein Wunder…
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Es dauerte nicht lange, bis wir Kythera Stadt (Chora) im Süden der Insel erreichten. Der Panoramablick von der gut erhaltenen venezianischen Festungsanlage war fantastisch. Alleine wegen diesem Ausblick hat sich für uns die Kythera Inselrundfahrt schon gelohnt!
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Auch die venezianische Festungsanlage selbst und die dazugehörigen Kirchen waren in einem gut restaurierten Zustand. Hier z.B. die Kirche Panayia Myrtidiotissa inmitten der Anlage…
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Wie ihr auf den Bildern unschwer erkennen könnt, sind hier sehr wenige Fahrtensegler unterwegs. So unberührte Gegenden zu erforschen reizt mich natürlich besonders – vielleicht schon ein Törnziel für nächstes Jahr!
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Jetzt wurde es aber Zeit, dass wir den Ort Kapsali mit der gleichnamigen Bucht besuchen. Vor lauter neuer Eindrücke haben wir nämlich beinahe aufs Frühstücken vergessen!
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Gestärkt, nach einem guten Café frappé mit typischen griechischen Mehlspeisen in einer Strandkneipe von Kapsali führten wir unsere Kythera Inselrundfahrt fort.
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Das Blühen der vielen verschiedenen Pflanzen mitten im südeuropäischen Hochsommer begeisterte uns am Weg Richtung Nordost.
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Der idyllische Ort Avlemonas mit der gut geschützten Ankerbucht war unser nächstes Ziel…
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Schade, dass wir nicht mehr Zeit hatten – hier wären wir gerne noch den ganzen Nachmittag geblieben. Aber die Idee, die Insel Kythera in den nächsten Jahren einmal ganz mit dem eigenen Segelboot zu umrunden und im Detail zu entdecken wächst stetig!

Weiter geht die Motorroller-Tour nach Dhiakofti, dem neuen Haupthafen der Insel. Ursprünglich wollten wir dort ja gestern hinsegeln. Wie man sieht, wäre das bestimmt auch reizvoll gewesen…
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Nun war es leider an der Zeit, nach Agia Pelagia retour zu fahren. Schließlich wollten wir ja heute noch nach Monemvasia weitersegeln, und das liegt doch in etwa 30 sm entfernt. In der Zwischenzeit hatte sich eine weitere Yacht zu uns gesellt.
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Zum Abschluss unserer Kythera Inselrundfahrt können wir nur alle einstimmig sagen: Diese unbekannte Insel im Süden des Peloponnes ist mehr als eine Reise wert! Wir gehen jetzt aber rasch Anker auf, damit wir Monemvasia noch bei Tageslicht erreichen.

Empfohlene Revierführer und Seekarten rund um den Peloponnes

Wir haben so ziemlich alle gängigen Hafenhandbücher und Revierführer vom ionischen Meer. Folgende Literatur der Region verwenden wir persönlich gerne und können sie Euch auch guten Gewissens weiterempfehlen…

Hafenguide Griechenland 1* von Per Hotvedt, beinhaltet folgende Seegebiete: Albanien, Ionisches Meer inklusive Peloponnes, Golf von Korinth, der Küste von Athen einschließlich des Saronischen Golfs. Der sehr umfangreiche Hafenguide ist zwar teuer aber sein Geld wert. Durch die Luftaufnahmen aller beschriebenen Häfen und Ankerbuchten und die dazugehörenden Hafenpläne weiß man vorher schon genau, ob der angestrebte Ort auch den Wünschen der Mannschaft entspricht.

Seekarten* von Imray für das Ionische Meer. G12, G121, G13, G14, G15 und G16 sind bei uns alle als Backup neben den elektronischen Seekarten am Schiff vorhanden.

Peloponnes Reiseführer* von Hans-Peter Siebenhaar. Wir schätzen die Reise- und Wanderführer vom Michael Müller Verlag sehr – speziell deren individuelle Wandertipps.

Empfohlene Yachtcharter Agentur

Für eine Umrundung des Peloponnes empfehlen wir Euch als Ausgangs- und Endmarina Lefkas oder Athen und Umgebung. Beide Destinationen sind gut per internationaler Fluganbindung erreichbar.

Master Yachting* gehört zu den führenden deutschsprachigen Yachtbrokern und bietet weltweit eines der umfangreichsten Yachtcharterangebote für Segelyachten, Katamarane und Motoryachten an. Wir haben früher selbst oft bei Master Yachting unsere Boote gechartert und können Euch daher deren Service wärmstens empfehlen. In mehr als 30 Revieren und in über 20 Ländern der Welt umfasst das Angebot derzeit ca. 9.000 Yachten – von der 24 Fuß Segelyacht bis hin zum 60 Fuß großen Luxuskatamaran mit Crew.
Neben dem klassischen Bareboat-Charter bietet Master Yachting auch Flottillen, Regatten und Crewed-Charter mit Skipper, Koch und Hostess an.

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Markus Silbergasser

Markus Silbergasser

Ich bin leidenschaftlicher Fahrtensegler, Blogger, freiberuflicher Yachtredakteur und Reisefotograf mit über 29.000 Seemeilen Erfahrung im Kielwasser. Segle als Ausgleich und Quelle der Inspiration.
Details zu meiner maritimen Ausbildung und Reviererfahrung findet Ihr hier...

6 Comments

  1. Robert Klauc
    28. September 2015 at 21:23 — Antworten

    Kythera ist wirklich eine sehenswerte Insel. Man hätte gut eine Woche und länger mit der Erkundung der Insel zubringen können. Eine Besonderheit auf dieser Insel ist eine gelbe Blume – Sempreviva (das ewige Leben). In vielen Shops gibt es Sträuße mit den getrockneten Blüten. Der eine Tag, den wir hier verbracht haben, hat wirklich Lust darauf gemacht wieder hierhin zurückzukehren.

    • 29. September 2015 at 10:00 — Antworten

      Ja schade, dass wir bei unserer Rundfahrt bei den ganz schönen großen Blüten nicht gleich stehen geblieben sind um sie zu fotografieren. So schöne haben wir danach leider nirgends mehr gesehen.
      Ich finde auch, dass diese Insel unbedingt nochmals von uns angelaufen werden sollte!

  2. 6. November 2015 at 17:45 — Antworten

    Nur ein Tag für Kythira ist wirklich viel zu wenig!
    Eine sehr abwechslungsreiche Insel, die noch unbekannt genug ist, dass der Tourismus sich in Grenzen hält. 🙂

    • 7. November 2015 at 09:55 — Antworten

      Ja da hast du völlig recht Katharina! Diese unscheinbare Insel hat es mir aber angetan – da kommen wir bestimmt nochmals zurück 🙂

  3. Sebastian
    20. November 2015 at 00:12 — Antworten

    Puh, so hohe Spritpreise hatten die im Sommer auf der Insel. Da ist es mehr als verständlich, dass da von den Einheimischen keiner mehr auf der Straße ist!

    Der Süden der Insel mit den traumhaft schönen Buchten fasziniert mich. Da werde ich nächsten Sommer wohl einen Stopp machen, wenn ich mein Boot von Sardinien in die Türkei überstelle. Danke für den hilfreichen Törntipp!!!

    • 20. November 2015 at 09:43 — Antworten

      Hey Sebastian, das freut uns, dass wir Dich mit diesem Blogbeitrag inspirieren konnten 🙂

      Vielleicht treffen wir uns ja im nächsten Sommer irgendwo im Süden des Peloponnes – würde mich freuen!

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