Segeln Ägäis

Monemvasia: Das Gibraltar des Ostens

Monemvasia gehört für uns definitiv zu den Must-Sees am Weg rund um den Peloponnes! Damit wir die Filmkulissen reife venezianische Festungsstadt bei gutem Licht entdecken konnten, machten wir uns gleich am Morgen nach dem Frühstück zu Fuß auf den Weg.

Die knapp zwei km lange Strecke vom Hafenbecken der Neustadt Monemvasia, wo wir ankerten, bis zum Eingang der Altstadt war locker zu Fuß zu schaffen. Es war sogar der Weg dorthin schon ziemlich fotogen. Hier ein Blick zurück in die Neustadt. Wenn man genau schaut, kann man sogar unsere SY-NAMBAWAN im Hafenbecken ruhig vor Anker liegen sehen…
monemvasia-friedhof monemvasia-friedhof-altstadt

Danach betraten wir die Altstadt Monemvasias durch das alte Stadttor. Ab hier ist alles sowieso nur noch zu Fuß erreichbar. Wir gingen zuerst die Hauptgasse entlang bis zur Platia, einem Art Hauptplatz und waren wieder einmal völlig begeistert von den perfekt revitalisierten Häusern, Cafés und Kunstgalerien. Natürlich waren auch einige Souvenirläden dazwischen, die aber unaufdringlich in das harmonisch wirkende Gesamtsystem eingebettet sind. Aber seht am besten selbst…
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monemvasia-cafeteria
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Völlig beeindruckt von der komplett im Naturstein-Stil gebauten Altstadt labten wir uns im Kanoni Restaurant, siehe oben am Bild und ließen die neuen visuellen Eindrücke bei einem kühlen Café frappé auf uns wirken. Sogar von hier auf der Terrasse gab es unzählige weitere schöne Motive der einzigartigen Altstadt.
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Gestärkt machten wir uns auf den Weg Richtung Oberstadt. Laut Reiseführer soll sich der mühevolle Aufstieg lohnen. Die Aussicht vom Hochplateau der Insel blieb uns aber leider verwehrt, da wegen der dort durchgeführten Bauarbeiten die ganze Oberstadt gesperrt ist. Der Weg bis zur Absperrung hat sich trotzdem mehr als gelohnt. Nachtrag: Seit Sommer 2016 ist die Oberstadt wieder geöffnet. Hier ein neuer Blogartikel dazu.
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Es gab so viele gemütliche Plätzchen zum Verweilen. Wir taten uns schon wieder schwer, hier nicht gleich noch einen weiteren Tag zu bleiben. Vor allem die am Spätnachmittag und Abend stattfindende Weinverkostung in diesem stimmungsvoll eingerichteten Häuschen hätte uns besonders gereizt…
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Es gab sogar einen Meerzugang mit Duschmöglichkeit für die in der Altstadt wohnenden Touristen oder für Yachties, die vor der Altstadt ankerten. Bei der Hitze, wir hatten um die Mittagszeit über 40 Grad, wäre ein erfrischendes Bad im glasklaren Meer sehr verlockend gewesen…
monemvasia-altstadt-meerzugang

Wir sind dann aber nach einer weiteren kurzen Pause wieder zurück zum Boot gewandert, wo wir uns sofort im kühlen Nass erfrischten. Beim Vorbereiten des Anker auf Manövers besuchte uns noch die Hafenschildkröte von Monemvasia.
schildkroete-monemvasia

Immer wieder für alle extrem faszinierend, wenn so ein großes Meereslebewesen an einem vorbei schwimmt…
schildkroete-kunstfoto-monemvasia

Zu allerletzt haben wir uns noch die Monemvasia Altstadt von der Seeseite aus angesehen.
monemvasia-altstadt monemvasia-altstadt-meeransicht

Dieser historische Ort gehört zu den Top 10 Reisezielen rund um den Peloponnes. Fasziniert von den vielen bisherigen Eindrücken der letzten zehn Tage (z.B. die Zakynthos Wrack Bucht, der sensationelle Thunfischfang, die friedvolle Bucht Porto Kagio oder gleich danach die karibisch anmutende Bucht O. Frangos auf der Insel Elafonisos oder die Inselerkundung Kytheras) segeln wir Richtung Norden weiter.

Empfohlene Revierführer und Seekarten rund um den Peloponnes

Wir haben so ziemlich alle gängigen Hafenhandbücher und Revierführer vom ionischen Meer. Folgende Literatur der Region verwenden wir persönlich gerne und können sie Euch auch guten Gewissens weiterempfehlen…

Hafenguide Griechenland 1* von Per Hotvedt, beinhaltet folgende Seegebiete: Albanien, Ionisches Meer inklusive Peloponnes, Golf von Korinth, der Küste von Athen einschließlich des Saronischen Golfs. Der sehr umfangreiche Hafenguide ist zwar teuer aber sein Geld wert. Durch die Luftaufnahmen aller beschriebenen Häfen und Ankerbuchten und die dazugehörenden Hafenpläne weiß man vorher schon genau, ob der angestrebte Ort auch den Wünschen der Mannschaft entspricht.

Charterführer Ostpeloponnes* von Melanie Haselhorst und Kenneth Dittmann. In diesem erst im Jänner 2018 erschienenen Törnführer werden folgende Seegebiete abgedeckt: Saronischer Golf mit den Inseln Aegina, Angistri und Poros; der Argolischer Golf mit den Inseln Hydra, Dokos und Spetses und der Südostpeloponnes. Dabei werden ein- und zweiwöchige Törns vorgestellt und nebenbei wird auf Land und Leute eingegangen.

Seekarten* von Imray für das Ionische Meer. G12, G121, G13, G14, G15 und G16 sind bei uns alle als Backup neben den elektronischen Seekarten am Schiff vorhanden.

Peloponnes Reiseführer* von Hans-Peter Siebenhaar. Wir schätzen die Reise- und Wanderführer vom Michael Müller Verlag sehr – speziell deren individuelle Wandertipps.

Empfohlene Yachtcharter Agentur

Für eine Umrundung des Peloponnes empfehlen wir Euch als Ausgangs- und Endmarina Lefkas oder Athen und Umgebung. Beide Destinationen sind gut per internationaler Fluganbindung erreichbar.

Master Yachting* gehört zu den führenden deutschsprachigen Yachtbrokern und bietet weltweit eines der umfangreichsten Yachtcharterangebote für Segelyachten, Katamarane und Motoryachten an. Wir haben früher selbst oft bei Master Yachting unsere Boote gechartert und können Euch daher deren Service wärmstens empfehlen. In mehr als 30 Revieren und in über 20 Ländern der Welt umfasst das Angebot derzeit ca. 9.000 Yachten – von der 24 Fuß Segelyacht bis hin zum 60 Fuß großen Luxuskatamaran mit Crew.
Neben dem klassischen Bareboat-Charter bietet Master Yachting auch Flottillen, Regatten und Crewed-Charter mit Skipper, Koch und Hostess an.

Eines steht aber jetzt schon sicher fest: Der Segeltörn rund um den Peloponnes wird ein Mega-Highlight meiner bisherigen Segelabenteuer!

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Markus Silbergasser

Markus Silbergasser

Ich bin leidenschaftlicher Fahrtensegler, Blogger, freiberuflicher Yachtredakteur und Reisefotograf mit über 33.000 Seemeilen Erfahrung im Kielwasser. Segle als Ausgleich und Quelle der Inspiration.
Details zu meiner maritimen Ausbildung und Reviererfahrung findet Ihr hier...

2 Comments

  1. Robert Klauc
    28. September 2015 at 21:39 — Antworten

    Die Einfahrt in den Hafen von Monemvasia habe ich leider verschlafen. Vom Hafen aus hat man nur einen Felsen gesehen. Kaum zu glauben, dass an der Rückseite eine ganze Stadt liegen soll. Aber tatsächlich, wie ein Schwalbennest schmiegt die Stadt sich an den Felsen. Kleine verwinkelte Gassen, kleine Cafes mit traumhaften Terrassen. Etwas vergleichbares habe ich bisher nur auf Santorin gesehen. Jedenfalls eine unverwechselbare Sehenswürdigkeit mit vielen Fotomotiven, wie Markus eindrucksvoll dokumentiert hat.

    • 29. September 2015 at 16:15 — Antworten

      Hallo Robert,
      ja die Ansteuerung von Monemvasia hast Du leider verschlafen. Die Besichtigung der Altstadt von Monemvasia am nächsten Tag war dafür aber spitzenmäßig, gell…

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